Die Wasserversorgung
Da Wasser eines der wichtigsten Voraussetzungen für die Existenz der Menschheit ist, war zu allen Zeiten das Vorhandensein eines ausreichenden Wasserangebotes das Wichtigste für die Bürger einer Stadt.
Bereits um 1700 gab es in Schwabach schon öffentliche Brunnen, deren Pflege durch die Stadt organisiert wurde. Das Wachsen der Stadt zwang frühzeitig zur Erschließung und Fassung der umliegenden Quellen. Eine 4 km lange Holzleitung transportierte dieses Wasser zum Marktplatz. Schwabach wuchs jedoch weiter, so dass weitere Quellen, zusammengefasst in einem Sammelschacht und ab 1888 der "Stauferstollen" zur Sicherung der Wasserversorgung beitragen mussten.
Um die Jahrhundertwende (1899/1900) entstand, parallel zu weiteren Quellenfassungen und Zubringerleitungen in Schwabach ein erstes Wasserrohrnetz.
Das erste Schwabacher Wasserwerk wurde 1926 an der Reichswaisenhausstraße errichtet. Die zwischenzeitlich auch in Schwabach stattgefundene Elektrifizierung gestattete nun durch den Einsatz von Pumpen einen kontinuierlich, netzschonend und mengenabhängig steuerbaren Druckausgleich.
Vogelherd, Forsthof und andere Ortsteile wurden in den folgenden Jahren über eine leistungsfähige Ringleitung an die Wasserversorgung angeschlossen.
Ständige Verstärkungs- und Erweiterungsmaßnahmen verbesserten den Transport und die Bereitstellung; die Erstellung weiterer Tiefbrunnen mit den dazugehörigen Pumpen- und Aufbereitungsanlagen garantierten eine sichere und ausreichende Wasserversorgung.
Waren es 1932: 248.163 m³/a, die in Schwabach verteilt wurden, so stieg der Verbrauch bis zum Jahre 1947auf 718.239 m³/a.
Diese Jahresmenge erhöhte sich weiter durch eine sprunghafte Bevölkerungszunahme
(1942/14 000 Einw. - 1951/20 000 Einw.), so dass weitere Wasservorkommen erschlossen werden mussten.
Heute liegt die jährlich verteilte Wassermenge bei ca. 2,0 Mio. m³. Sie ist seit über 10 Jahren nahezu gleichbleibend, woraus zu erkennen ist, dass die Schwabacher Bevölkerung vernünftig und sparsam mit dem Lebensmittel "Wasser" umgeht.

