Immer was
los bei uns.

  • Sie befinden sich hier: >

100 Jahre unter Strom

Bild

(vom 20.08.2020)

In den Jahren 1919/1920 wurde das elektrische Ortsleitungsnetz errichtet. Die Stadtwerke Schwabach feiern heuer 100 Jahre Strom in Schwabach.

 

Ein genaues Datum ist nach dieser Zeit schwer zu finden, die Anfänge des städtischen Elektrizitätswerks sind jedoch auf Mai 1920 datiert. Bis alle weiteren Etappen und Arbeiten am Netz abgeschlossen waren, ist freilich noch etwas Zeit vergangen. Die Zuschaltung der Stromversorgung fällt laut Stadtwerke-Archiv auf den 20. August 1920, also genau auf heute vor 100 Jahren.

Noch zu Kriegszeiten hatte die Stadtverwaltung beschlossen, dass es Zeit für ein eigenes E-Werk sei. Denn schon lange wollten die Schwabacher Strom und das „neue Licht“, wie die modernen Glühbirnen im Volksmund genannt wurden. Die sind bequemer zu bedienen und vor allem ungefährlich, denn mit den alten Gas- und Karbidlampen hat es immer wieder schwere Unglücke gegeben.

Als der Strom schließlich nach Schwabach kam, war er nicht mehr aufzuhalten. Sämtliche Wirtschaftsbetriebe haben einen Stromanschluss beantragt. 1925 hatte Schwabachs E-Werk bereits 1.560 Verbraucher mit über einer Million Kilowattstunden, größter Einzelabnehmer waren die Victoria-Bronzefarbenwerke, gefolgt von den zahlreichen Nadel- und Schraubenfabriken sowie Goldschlägereien. Auf Platz fünf standen die Schwabacher Privathaushalte, die 44.000 Kilowattstunden verbrauchten.

Jubiläums-Website

Anlässlich dieses Jubiläums laden die Stadtwerke Schwabach zu einer Zeitreise der besonderen Art ein: Wie ging das früher mit dem Strom? Wie arbeiten die Stadtwerke heute? Und was kommt in der Zukunft auf uns zu? Viele Einblicke, Informationen, Bilder und Videos gibt es dazu auf der Jubiläums-Website www.100jahre-strom-schwabach.de sowie laufend bis zum Ende des Jahres auf den Stadtwerke-Kanälen bei Facebook und Instagram. Auf Youtube geht Studentin Franka in einer Videoserie gemeinsam mit Mitarbeitern der Stadtwerke u.a. den Fragen nach: Wie kommt der Strom in die Steckdose? Wie funktioniert Windkraft? Und was hat es mit E-Mobilität auf sich? Reinschauen lohnt sich!

Wegen der Corona-Pandemie haben die Stadtwerke alle „Offline-Feierlichkeiten“ abgesagt. „Über unsere Website und die Social-Media-Kanäle bringen wir die Spannung aber buchstäblich zu Ihnen nach Hause“, erklärt Stadtwerke-Geschäftsführer Winfried Klinger. Im letzten Jahr haben die Stadtwerke schon einen Foto-Wettbewerb ausgerufen, bei dem die Schwabacher ihre historischen Strom-Geräte in Szene gesetzt haben. Für das Gewinnerfoto, einen alten Grundig TK 23 Rekorder, gab es – wie sollte es auch anders sein – Strom als Gewinn. Und zwar 250 Kilowattstunden.

Strom-Kunstwerk für die Ewigkeit

Was dieses Jahr im Herbst noch folgen wird, ist eine Art Künstlerwettbewerb. Die Idee dazu ist aus der Corona-Pandemie heraus geboren worden, denn regionale Künstler haben derzeit bekanntlich wenig Aufträge. Warum also nicht ein eigenes Kunstwerk für die Stadtwerke beauftragen, das einen Bezug zu Strom hat, im Stadtwerke-Kundenzentrum einen besonderen Platz erhält und gleichzeitig unsere Schwabacher Künstler unterstützt? „Wir feilen derzeit noch an den genauen Wettbewerbsbedingungen, freuen uns aber jetzt schon auf das fertige Werk, egal ob geschnitzt, gemalt, gedichtet oder gesungen!“, so Klinger.

Moderne Stadtwerke

Strom ist für uns heute so alltäglich geworden, dass wir seine vielen „Gesichter“ in und um Schwabach gar nicht mehr wirklich wahrnehmen. Dabei ist es ein großer Aufwand, ihn zu produzieren und zu verteilen, damit er immer da ist, wenn wir die Kaffeemaschine am Morgen einschalten, PCs, Tablets und Smartphones den Tag über nutzen oder am Abend den Fernseher einschalten.

Und wie sieht die Zukunft aus?

Als regionaler Stromversorger beschäftigen sich die Stadtwerke Schwabach schon heute mit der Faszination Strom von Morgen und entwickeln zukunftsweisende Versorgungskonzepte für die Region – erneuerbar, ökologisch, nachhaltig und regenerativ.  

zurück