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Feiertag der Stadtwerke: Tag der Daseinsvorsorge 2020

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(vom 22.06.2020)

Messen, Reinigen, Mechanik prüfen – wenn diese Arbeiten nicht regelmäßig in den Trafostationen der Stadtwerke veranlasst werden, kann es in schlimmsten Fällen zu Kurzschlüssen und dem Ausfall einer Station kommen. Den jährlichen Tag der Daseinsvorsorge am 23. Juni nehmen die Stadtwerke daher zum Anlass, diese oft „unsichtbaren Arbeiten“ in den Vordergrund zu stellen.

Ortstermin in der Walpersdorfer Straße: Thomas Ertl, Leiter der Abteilung Betrieb & Instandhaltung Strom bei den Schwabacher Stadtwerken ist an diesem Morgen mit seinen Mitarbeitern an einer Trafostation, die das volle Wartungsprogramm erhält. Bevor es losgeht muss die Station allerdings erst vom Netz genommen werden. Dieser Schaltvorgang darf nur von erfahrenen und geschulten Mitarbeitern durchgeführt werden und ist dabei deutlich komplexer, als lediglich einen Knopf zu drücken. Die angeschlossenen Haushalte und Firmen wären dann ohne Strom, in diesen Fällen setzen die Stadtwerke daher ihr mobiles Notstromaggregat ein.

Die erfahrenen Elektrofachkräfte Jürgen Gerstner, Hans Kühn und Hans-Jörg Breig können loslegen, wenn die Station freigeschaltet ist. Die gesamte Mechanik muss bewegt werden, die Schmutzablagerungen werden mit speziellen Reinigungsmitteln entfernt, Schalter und Kontakte werden geprüft und der allgemeine Zustand der Anlage wird bewertet. Zum Einsatz kommen Bürsten, Staubsauger, Fette, Kontaktreinigungsmittel und mehr. Nach etwa vier Stunden Wartung und zweimal je zwei Stunden Schaltung ist ein Arbeitstag gefüllt. Grund für diesen Aufwand ist die Betriebssicherheit der Anlagen und die Versorgungssicherheit mit Strom für die Schwabacher Bevölkerung. Die Stadtwerke sind für etwa 230 solcher Stationen in Schwabach verantwortlich. Inspiziert wird jede Station einmal jährlich, gewartet nach Bedarf oder spätestens nach acht Jahren.

„Wir sorgen vor, damit unsere Bürger sich nicht sorgen müssen“, erklärt Winfried Klinger, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwabach, zum Tag der Daseinsvorsorge 2020, der jedes Jahr am 23. Juni stattfindet und international von den Vereinen Nationen als „Public Service Day“ ausgerufen wurde.

In deutschen Städten sähe es ohne die kommunalen Kümmerer wohl deutlich anders aus. Stadtwerke, Bäder, Verkehrsbetriebe, Recyclinghöfe, Kindergärten und viele andere im öffentlichen Sektor handeln nach dem Prinzip der Daseinsvorsorge, während Unternehmen der freien Wirtschaft in erster Linie das Ziel der Gewinnmaximierung verfolgen. Als kommunales Unternehmen werden die Gewinne der Stadtwerke der örtlichen Gemeinschaft zugeführt.

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