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Tag des Wassers am 22. März

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(vom 19.03.2021)

Tiefbrunnen-Regenerierung und digitale Wasserwerksführung

Die Wassergewinnung hat eine lange Tradition. Seit Tausenden von Jahren haben die Menschen Erfindungsreichtum bewiesen, um sich und ihre Städte mit Wasser zu versorgen und ihre Felder zu bestellen. Zisternen am östlichen Mittelmeer, Aquädukte bei den alten Ägyptern und Römern oder Wasserschöpfräder am Nil. In Schwabach feierte die Wasserversorgung der Stadt im Jahr 2015 ihren 300. Geburtstag – wenn man den Zeitpunkt zu Grunde legt, an dem die Friedrichquelle nahe Oberreichenbach eingefasst wurde.

Zuvor holten die Schwabacher ihr Trinkwasser an Einzelbrunnen, die im Stadtgebiet verteilt waren. Um die Pflege der Brunnen kümmerte sich ein Brunnenmeister, der neben der Führung des Brunnenbuches auch die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben durchführte. Spätestens der Bau des Schönen Brunnens am Marktplatz und seine Anbindung an die Quelle mit einer vier Kilometer langen Holzrohrleitung war der Startschuss für eine systematische Trinkwasserversorgung.

Die Wasserversorgung Schwabach fördert circa zwei Millionen Kubikmeter Trinkwasser pro Jahr und besteht aus 12 Tiefbrunnen, drei Quellen, fünf Trinkwasseraufbereitungsanlagen, fünf Speicherbehältern, circa 200 Kilometer Rohrleitungsnetz und etwa 9.000 Trinkwasserhausanschlüssen.

Tiefbrunnen-Regenerierung

Die Tiefbrunnen lassen mit zunehmender Betriebszeit in ihrer Leistung nach und müssen regelmäßig gereinigt - oder im Fachjargon „regeneriert“ - werden, denn in den Filterrohren bilden sich Ablagerungen, die die Fließ­geschwindigkeit des Wassers herabsetzen. In den letzten zwei Jahren war dies bei den drei Tiefbrunnen im Wassergewinnungsgebiet in der „Brünst“ beim Trimm-Dich-Pfad der Fall. Die Regenerierung dieser ca. 160 Meter tiefen Brunnen erfolgte über die so genannte hydromechanische Regenerierung und dauerte etwa vier bis sechs Wochen pro Brunnen. Dabei werden Kolben und Bürsten eingesetzt, die Ablösungen und Verkrustungen an den Filterrohren und im Filtrierkies des Brunnens lösen. „Chemie darf dabei nicht eingesetzt werden“, betont Jörn Thimm, Abteilungsleiter im Bereich Gas/Wasser/Wärme bei den Stadtwerken. „Nun fließt das Wasser wieder einwandfrei, vor der Regenerierung waren es nur drei statt zehn Liter pro Sekunde.“

Der Ausbau eines Tiefbrunnens erfolgt, je nach Bodenschichten, mit Filter- oder Vollwandrohren. In diese wird eine Steigrohrleitung eingebaut, an der die Unterwassermotorenpumpe hängt. Diese Pumpe fördert schließlich das Grundwasser zum Wasserwerk.

Digitale Wasserwerksführung

Die Stadtwerke bieten zum Tag des Wassers normalerweise Führungen durch das Wasserwerk in der Brünst an. Doch durch die Corona-Pandemie mussten diese Führungen vergangenes Jahr wie auch heuer abgesagt werden. Damit man trotzdem einen kleinen Einblick vom Wasserwerk erhält, gibt es zum „Feiertag des Wassers“, am Montag, 22. März auf den Social Media Kanälen der Stadtwerke bei Facebook und Instagram (@stadtwerkeschwabach) Videos, Informationen und viele Blicke hinter die Kulissen der Schwabacher Wasserversorgung.

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