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Wasser für alle: So läuft`s in Schwabach

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(vom 08.03.2018)

Seit 1994 feiern wir am 22. März den Weltwassertag. In diesem Jahr steht das Thema „Nature-Based Solutions for Water“ im Mittelpunkt. Konkret soll der Weltwassertag 2018 für eine stärkere Berücksichtigung von multifunktionalen Ökosystemen wie Wäldern, Wiesen oder Feuchtgebieten werben. All dies sind natürliche Wasserspeicher und -filter, sie bieten zudem einen natürlichen Überschwemmungsraum bei Hochwasser und sind Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten. Als sogenannte „grüne Infrastrukturen“ können sie technische Bauwerke mit ihren Eingriffen in die Natur ersetzen oder diese sinnvoll ergänzen.

Auch die Schwabacher Wasserversorgung greift auf natürliche Systeme zurück. Und zwar bereits seit ihrem Beginn vor über 300 Jahren. Die drei natürlichen Quellen, die in das Netz eingebunden sind, heißen Friedrichquelle, Luitpold- und Alexanderquelle. Von diesen wird das Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und zu den Anschlüssen im Netzgebiet transportiert. Die zusätzlichen Tiefbrunnen liegen in Wasserschutzgebieten und fördern zum Teil das Wasser aus mehr als 100 Metern Tiefe.  Sitzt Schwabach irgendwann auf dem Trockenen? „Nein“, beruhigt Geologe Dr. Werner Reiländer. „Die geologischen Verhältnisse hier sind für eine langfristig sichere Grundwassergewinnung günstig. Die Ruhewasser- und Betriebswasserspiegel zeigen keine Anzeichen für eine Übernutzung. Außerdem wird auch in den kommenden 80 Jahren genug Regen fallen, sodass sich genügend Grundwasser neu bildet.“ Wichtig sei, die vorhandenen Gewinnungsanlagen ordentlich zu warten  und im Bedarfsfall auch zu erneuern.

9.000 Hausanschlüsse

Insgesamt sind in Schwabach 13 Tiefbrunnen am Netz, dazu kommen die genannten drei Quellen, fünf Trinkwasseraufbereitungsanlagen, fünf Speicherbehälter, circa 188 Kilometer Rohrleitungsnetz und circa 9.000 Trinkwasserhausanschlüsse. Pro Jahr werden rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser gefördert – jeder Schwabacher verbraucht im Schnitt 125 Liter am Tag. Klaus Krauß, langjähriger Betriebsleiter der Stadtwerke, kennt die Netze und Anlagen wie seine Westentasche. Viele der Tiefbrunnen sind unter seiner Leitung gebohrt oder saniert worden. „Wir stecken jedes Jahr rund 1 Million Euro in die Wasserversorgung“, so Krauß. „Sauberes Trinkwasser ist ein Grundrecht und muss allen Menschen rund um die Uhr zur Verfügung stehen.“

Aktionen im Februar und März

Um auf dieses Thema aufmerksam zu machen, haben die Stadtwerke gemeinsam mit dem Evangelischen Bildungswerk in Schwabach im Februar und März mehrere Aktionen veranstaltet. Sowohl die Fachvorträge als auch die Führungen im Wasserwerk stießen auf reges Interesse. „Wir werden solche Aktionen immer wieder gerne unterstützen“, so Krauß. 

Die Geschichte der Trinkwasserversorgung seit 1715 kann hier nachgelesen werden.

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