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Weltwassertag 2019: Führungen ins Wasserwerk

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(vom 11.03.2019)

Traditionell feiert die Welt am 22. März ihr vielleicht kostbarstes Gut: das Wasser. 1993 haben die Vereinten Nationen diesen Aktionstag ins Leben gerufen hat. Jedes Jahr gibt es ein anderes Motto, und der Tag wird in vielen Ländern auf der ganzen Welt mit Aktionen begleitet.

 

2019 steht der Weltwassertag unter dem Motto „Leaving no one behind – water and sanitation for all“, also „Niemand zurücklassen – Wasser und Sanitärversorgung für alle“. Während es für uns selbstverständlich ist, dass sauberes Trinkwasser rund um die Uhr und zu einem geringen Preis verfügbar ist, leben immer noch Milliarden von Menschen ohne dieses Lebenselixier.

Führungen im Wasserwerk und Ausstellung im Kundenzentrum

Die Stadtwerke Schwabach bieten anlässlich des Weltwassertags wieder Führungen im Wasserwerk in der Brünst an. Klaus Krauß, langjähriger Betriebsleiter Netz Gas & Wasser, wird die Führungen am Freitag, den 22. März 2019, durchführen. Jeweils um 9 Uhr, um 12 Uhr und um 15 Uhr können sich maximal 20 Teilnehmer pro Gruppe vor Ort ein Bild davon machen, wie die Stadtwerke Schwabach die Trinkwasserversorgung der Stadt realisieren. Zur Teilnahme an den kostenfreien Führungen ist eine Anmeldung bis spätestens zum 15. März unter Telefon 09122 936-0 oder per E-Mail an info@stadtwerke-schwabach.de erforderlich. Treffpunkt wird bei den Stadtwerken Schwabach in der Ansbacher Straße 14 sein; es wird ein Shuttle-Service eingerichtet. Auch im Kundenzentrum können sich Interessierte über die Trinkwasserversorgung in Schwabach informieren. Vom 22. März bis zum 12. April 2019 ist hier die Jubiläumsausstellung „300 Jahre Trinkwasser für Schwabach“ zu sehen.

Quellen, Brunnen, Aufbereitungsanlagen: So kommt Schwabach an sein Wasser

Die Schwabacher Wasserversorgung blickt auf eine über 300-jährige Geschichte zurück. Das Besondere: Noch heute greift sie auf natürliche Systeme zurück - drei natürliche Quellen sprudeln noch heute und sind in das Netz eingebunden: die Friedrichquelle, die Luitpold- und die Alexanderquelle. Von diesen wird das Trinkwasser gewonnen, aufbereitet und zu den Anschlüssen im Netzgebiet transportiert. Die zusätzlichen Tiefbrunnen liegen in Wasserschutzgebieten und fördern zum Teil das Wasser aus mehr als 100 Metern Tiefe.13 Tiefbrunnen sind es insgesamt, dazu kommen fünf Wasserwerke und Aufbereitungsanlagen, fünf Speicherbehälter, circa 200 Kilometer Rohrleitungsnetz und circa 9.000 Trinkwasserhausanschlüsse. Pro Jahr werden rund zwei Millionen Kubikmeter Wasser gefördert – jeder Schwabacher verbraucht im Schnitt 150 Liter am Tag. „Wir investieren laufend in die Wartung, den Ausbau und die Erneuerung unserer Netze und Anlagen. In den letzten fünf Jahren haben wir 15 Millionen Euro dafür aufgebracht“, so Geschäftsführer Winfried Klinger.

Grundwasserschonende Landwirtschaft seit 25 Jahren

Das Schwabacher Trinkwasser ist von höchster Qualität. Regelmäßige Laborproben bestätigen dies - die Analysewerte können auf der Website eingesehen werden. Auch beim Thema Nitrat brauchen sich die Schwabacher Bürger keine Sorgen zu machen, weil die Stadtwerke Schwabach schon frühzeitig gegengesteuert haben. Nitrat gelangt im Zuge des landwirtschaftlichen Düngens in das Grundwasser. Weil in Schwabach das Trinkwasser zum Teil aus oberflächennahen Bereichen gewonnen wird (den drei Quellen), haben die Stadtwerke Schwabach vor 25 Jahren mit den Landwirten in den betroffenen Gebieten eine Kooperation über eine grundwasserschonende Landwirtschaft geschlossen. Die regelmäßigen Beprobungen belegen, dass die Nitratwerte seit Jahren stabil sind und deutlich unter den zulässigen Grenzwerten liegen.

Höchste Qualität zum kleinsten Preis

Um die hohe Qualität auch in Zukunft zu garantieren, werden die Stadtwerke Schwabach in den kommenden Jahren noch mehr investieren als bisher. Einige der Anlagen erreichen inzwischen das Ende ihrer technischen Lebensdauer oder sie entsprechen nicht mehr den heutigen Standards. Das Wasserwerk in der Reichswaisenhausstraße zum Beispiel stammt aus dem Jahr 1886 - hier ist auf Dauer eine Stilllegung bzw. Umleitung in die Brünst geplant. Weiter sieht der Maßnahmenplan den Anschluss von Wolkersdorf an die Fernwasserleitung vor, um die Versorgung dieses Ortsteils im Falle eines Ausfalls der Aufbereitungsanlage weiter zu gewährleisten. „Zusätzlich werden wir regelmäßige Zertifizierungen durch Externe nach dem Technischen Sicherheitsmanagement durchführen, um die hohen Qualitätsstandards zu halten“, so Klinger.

Auf der Aufgabenliste steht außerdem die schrittweise Erneuerung der Wasserleitungen. Dabei gehen die Stadtwerke Schwabach mit einem sehr langfristi­gen Plan vor: Bis 2050 sollen jedes Jahr zwischen 2,5 und 3,5 Kilometer Leitun­gen erneuert wer­den, das sind rund 1,5 Prozent des gesamten Netzes. „In den nächsten fünf Jahren planen wir für die Wasserversorgung insgesamt Mittel über 20 Millionen Euro ein, davon rund die Hälfte für  Leitungsbau und Sanierung“, so Klinger weiter. Ein Aufwand, der sich lohnt. „Als kommunaler Wasserversorger ist es unsere Kernaufgabe, die sichere Versorgung der rund 40.000 Bürger mit Trinkwasser auch in Zukunft zu garantieren“, so Klinger. Bei all den Investitionen ist der Preis, den die Schwabacher für ihr Trinkwasser zahlen, vergleichsweise niedrig. So liegt der Verbrauchspreis in Schwabach je Kubikmeter Trinkwasser seit Januar 2016 bei 2,11 Euro brutto. Ein Kubikmeter reicht aus für 2.600 Mal Zähneputzen, 200 Mal Spaghetti kochen, 30 Mal duschen oder zehnmal baden. Umgerechnet auf einen Liter zahlt man in Schwabach also 0,211 Cent. Im Vergleich dazu: Im Discounter kostet ein Liter Cola rund 26 Cent, ein Liter günstiges Mineralwasser rund elf Cent.

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