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Historie der Wasserversorgung

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Wir können Ihnen das Wasser reichen

Seit Tausenden von Jahren haben die Menschen Erfindungsreichtum bewiesen, um sich und ihre Städte mit Wasser zu versorgen und ihre Felder zu bestellen. Zisternen am östlichen Mittelmeer,  Aquädukte bei den alten Ägyptern und Römern oder Wasserschöpfräder an Euphrat, Tigris, Nil und Indus: Wer auf Zeitreise geht, taucht in ein schier unerschöpfliches Thema ein.

Trinkwasser für Schwabach: Frische seit 1715 

In Schwabach feierte die Wasserversorgung der Stadt im Jahr 2015 ihren 300. Geburtstag - wenn man den Zeitpunkt zu Grunde legt, an dem die Friedrichquelle nahe Oberreichenbach eingefasst wurde. So wollte der damals regierende Markgraf Wilhelm Friedrich von Brandenburg-Ansbach 1715 das Reichenbacher Schlösschen - seine bevorzugte Residenz - mit frischem Wasser versorgen. Spätestens der Bau des Schönen Brunnens am Marktplatz und seine Anbindung an die Quelle mit einer vier Kilometer langen Holzrohrleitung war der Startschuss für eine systematische Trinkwasserversorgung.

Wasserversorgung vor 1715 

Bevor das so weit war, holten die Schwabacher ihr Trinkwasser an Einzelbrunnen, die im Stadtgebiet verteilt waren. Wo wenige Brunnen vorhanden waren, wurden Brunnengemeinschaften gebildet. Um die Pflege der Brunnen kümmerte sich ein Brunnenmeister, der neben der Führung des Brunnenbuches auch die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben durchführte.

Nachdem das Wasser dann automatisch bis zum Schönen Brunnen floss, konnten erste Häuser angeschlossen werden. Die Premiere gab es 1727 beim sogenannten „Oberamtshaus“ (heute Königsplatz 21).

Erschließung weiterer Quellen 

1868 und 1899 kamen weitere Quellen aus dem Gebiet Oberreichenbach hinzu. Die bis 1868 in Betrieb befindliche Holzrohrleitung wurde durch eine leistungsstärkere Gussleitung ausgetauscht. In dieser Zeit wurde bereits ein Wasserspeicher in der Reichswaisenhausstraße gebaut. Auch das Wasserrohrnetz wurde ständig erweitert. 1909 waren bereits 680 Häuser der inneren Stadt an die Wasserversorgung angeschlossen, 225 davon hatten bereits Wasserzähler.

Das erste Schwabacher Wasserwerk wurde 1926 an der Reichswaisenhausstraße errichtet. In der Zwischenzeit hatte die Elektrifizierung auch in Schwabach Einzug gehalten; das ermöglichte den Einsatz von Pumpen und damit einen zuverlässig steuerbaren Druckausgleich. 1935 wurde im Schwabachtal, zwischen Schwabach und Unterreichenbach, der erste Tiefbrunnen gebohrt. 1948 folgte ein zweiter im gleichen Gebiet. 1956 stießen der Tiefbrunnens III im Gebiet Obermainbach sowie drei Jahre später der Hochbehälter in Heidenberg, südwestlich von Schwabach hinzu. Die Ortsteile Vogelherd, Forsthof und Unterreichenbach wurden zwischenzeitlich über eine leistungsfähige Ringleitung an die Wasserversorgung angeschlossen.

Weitere Tiefbrunnen ab den 1960er-Jahren 

Zwischen 1960 und 1990 kamen weitere sechs Tiefbrunnen mit den erforderlichen Pump- und Aufbereitungsanlagen hinzu. 1974 wurde Schwabach an die Fernwasserleitung angeschlossen. Damit einher ging die Übernahme der Wasserversorgung Wolkersdorf mit den Ortsteilen Dietersdorf, Ober- und Unterbaimbach.

Ein neues Wasserwerk in der Brünst

Zur weiteren Sicherstellung der Wasserversorgung wurde im Norden Schwabachs ein weiteres Wassergewinnungsgebiet erschlossen. Die drei neu gebohrten Tiefbrunnen VIII, X und XI fördern das gewonnene Grundwasser in das 1987 gebaute Wasserwerk Brünst. Das Wasserwerk verfügt über eine Trinkwasseraufbereitungsanlage zur Entfernung von Eisen und Mangan, einem 2.000 Quadratmeter Speicherbehälter und einem Pumpwerk.

Hochmodern: der Tiefbrunnen 14 

Ab 2014 wurden gleich mehrere Brunnen in Angriff genommen. Der Tiefbrunnen VII wurde wegen seinem oberflächennahen Zulauf zurückgebaut und stillgelegt, während der Tiefbrunnen II generalsaniert wurde. Der Tiefbrunnen XI in Wolkersdorf wurde ebenfalls saniert und auf 100 Meter tiefer gebohrt. Der Tiefbrunnen V im Gewinnungsgebiet Süd wurde regeneriert bzw. gereinigt und instandgesetzt.

Als Ersatz für den stillgelegten Tiefbrunnen VII wurde im Schwabachtal der Tiefbrunnen 14 in Betrieb gestellt. Er fördert mit innovativer Glaskugel-Technik aus 85 Metern Tiefe Wasser und hilft somit langfristig die Trinkwasserversorgung sicherzustellen.

Trinkwasserversorgung heute 

Die Wasserversorgung Schwabach fördert circa zwei Millionen Kubikmetern Trinkwasser pro Jahr und besteht aus 13 Tiefbrunnen, drei Quellen, fünf Trinkwasseraufbereitungsanlagen, fünf Speicherbehältern, circa 188 Kilometer Rohrleitungsnetz und circa 9.000 Trinkwasserhausanschlüssen.

Blättern Sie sich durch unsere Ausstellung: 300 Jahre Trinkwasserversorgung für Schwabach