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Frauen in technischen Berufen

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(vom 25.03.2020)

Girls‘ Day am 26. März - Wir stellen vor: Saskia Smit und Nicole Schmidt in „klassischen Männerberufen“

Anlagenmechanikerinnen und Elektrikerinnen gibt es landauf, landab nicht allzu viele. Der deutschlandweit jährlich stattfindende Girls‘ Day will junge Mädchen gezielt an die klassischen Männerberufe heranführen – umgekehrt handhabt es auch der Boys‘ Day. Heuer wurde der Girls‘ Day zwar wegen Corona physisch abgesagt, doch die Stadtwerke wollen den Tag trotzdem zum Anlass nehmen, um zwei junge Frauen vorzustellen, die schon erfolgreich in diesen technischen Berufsfeldern arbeiten.

Interesse für Technik vom Vater „geerbt“

Nicole Schmidt hatte vor acht Jahren die Ausbildung zur Elektrikerin im Bereich Energie- und Gebäudetechnik bei den Stadtwerken begonnen. Mit dem eigenem Einsatzfahrzeug ist sie heute für die Stadtwerke regelmäßig in ganz Schwabach unterwegs und montiert u.a. Stromzähler für Kunden. „Mein Vater  hat mir als Kind schon viel beigebracht und das Interesse für Technik in mir geweckt!“, berichtet die 24-Jährige. Nach ihrem bestandenen Quali hat sie sich bei mehreren Unternehmen beworben: „Einige Betriebe mussten mir absagen, weil es dort keine Damentoilette und keine Damenumkleide gab. Bei einem großen Betrieb wie den Stadtwerken stellte das glücklicherweise kein Problem dar“, erzählt sie schmunzelnd.

Frauen-Quote in der Berufsschule noch immer niedrig

In der Berufsschule war sie damals noch die einzige Frau. In Saskia Smits Berufsschuljahrgang sind es heute immerhin drei Schülerinnen von insgesamt 20. Seit September 2019 lernt die 27-Jährige den Beruf der Anlagenmechanikerin bei den Stadtwerken. Bei der Frage, was man mitbringen sollte für diese Berufe, sind sich beide einig: technisches Grundverständnis, räumliches Denken, Teamfähigkeit und keine Abneigung gegen Mathematik, aber man könne auch alles neu erlernen. Dass die jungen Frauen sich für diesen Job entschieden haben, lag auch am Aufgabenfeld und am Umfeld allgemein: man ist viel an der frischen Luft unterwegs, hat vielseitige, abwechslungsreiche Aufgaben und eigene Verantwortungsbereiche. Für den Arbeitgeber Stadtwerke Schwabach spreche außerdem, dass es sehr krisensichere Stellen sind und man in einem sehr guten Tarifvertrag inklusive Altersvorsoge angestellt wird.

Gute Zusammenarbeit im Team

Mit den ausschließlich männlichen Kollegen kommen beide in ihren Abteilungen gut zurecht. „Wenn man Charakter zeigt und Humor hat, ist das kein Problem“, verdeutlicht Saskia Smit. „Manchmal helfen sie einem auch beim Tragen von schweren Teilen, da kommt dann der Gentleman in den Kollegen raus“, so Nicole Schmidt.

Und was können die Frauen besser als die männlichen Kollegen? „Wir kommunizieren anders und haben mehr Feingefühl in den Fingerspitzen. Durch die kleineren Hände, können wir die präzise Feinarbeit viel leichter und schneller durchführen“, bemerkt Nicole Schmidt. Beim Kunden komme es mittlerweile sehr gut an, wenn man als Monteurin die Arbeit durchführt, gerade dann, wenn nur die Frau zuhause ist.

Claudia Sünkel, Personalchefin bei den Stadtwerken, ist froh über die zwei weiblichen Vorbilder im technischen Bereich: „Es dürften ruhig noch mehr werden, wir freuen uns auf viele Bewerbungen für unsere verschiedenen Ausbildungsberufe!“

Saskia Smit und Nicole Schmidt raten jungen Mädchen bei der Berufswahl: Mut haben und einfach ausprobieren!

Weitere Infos: hier.

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